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Gandante

 

GESCHICHTE

Der Belfried. (Glockenturm)

Die Belfriede, wie solche Glockentürme auch genannt werden in Städten Flanderns, Walloniens und Nordfrankreichs, waren einst Symbol bürgerlichen Stolzes gegenüber dem Adel.
Der Belfried war das Symbol für die Autonomie und Unabhängigkeit der Stadt Gent. Der Bau begann 1313. Der Belfried hatte verschiedene Funktionen.

Seit 1402 wurden die Stadtprivilegien in einer Truhe im Erdgeschoß (Secreet) aufbewahrt. Der Drache, der seit 1377 auf demTurm steht, überwachte nicht nur die Stadt, sondern war auch der symbolische Schatzhüter des Belfrieds.
1539 fanden alle Privilegien ein Unterkommen in der Rechnungskammer von Lille. Erst 1578, während des kalvinistischen Regimes und auf dem Höhepunkt im Kampf gegen Philip II., wurden sie nach Gent zurück gebracht und im Rathaus verwahrt. Das Secreet wurde ab 1633 nur noch zum Aufbewahren der Archive der Sankt Michaelszunft gebraucht     .

Feuerbrünste waren die größte Gefahr.
Bis 1442 war die Sankt Nikolauskirche der erste Wachturm. Nach 1442 zogen die Wachposten in den vollendeten Belfried ein. Zusammen mit den Küstern, die die Glocken läuteten, gab es Wächter bis 1869.
Mit den sechs Stadttrompetern und den Schalmeispielern bildeten sie das Korps der “ stadtüberwachenden Männer.”

Glocken wurden anfangs nur für kirchliche Zwecke gebraucht. In der weiteren Entwicklung der Städte wurden die Glocken auch mehr im Alltag eingesetzt. Die Sturmglocke oder Bannglocke, die sogenannte Roelandsglocke wurde schon 1325 im rudimentären Turmgerüst des Belfrieds aufgehängt. Ab 1378 wurde sie auch als Uhrglocke verwendet. Ihr Klang wurde von einem Warnsignal auf drei kleinere Glöckchen mit verschiedenen Tönen übertragen. Man nannte das Ganze quatrillon, cadrillon und später  - nach Ausbreitung der Zahl der Vorschlagsglocken - carillon (Glockenspiel).

Nach der Restaurierung von 1982 wurde das Glockenspiel auf 53 Glocken erweitert.
1993 kam Glöckchen Robert hinzu und vervollständigte mit seinem heiteren Ton das Gesamtklangbild.

 

Unesco

1972 gründete  Unesco eine “ Konvention zum Schutz des kulturellen und natürlichen Welterbes” um darauf  zu achten, dass das  Welterbe nicht verloren geht. Monumente und Landschaften vom aussergewöhnlichen und universellen Wert können durch diese Konvention geschützt werden. Dazu wurde eine Liste des Welterbes aus der ganzen Welt angefertigt.
Am 1. Dezember 1999 hat das Komitee zum Schutze des Welterbes die 24 flämischen und 6 wallonischen Belfriede auf eine Liste gesetzt. Die Begründung war, dass diese Belfriede mit ihrer städischen Architektur die politische und geistliche Situation ihrer Zeit dastellten.